Bildung: mehr Verantwortung für Schulen!

(Beschluss vom 08. Juni 2003)

Die Jungen Liberalen Miltenberg fordern…

– mehr Selbstverwaltung für Schulen!

Die Selbstverwaltung der einzelnen Schule muß wesentlich gestärkt werden, damit Wettbewerb auch zwischen den Schulen gefördert wird. So können die Schulen innerhalb eines durch das Kultusministerium vorgegebenen finanziellen Rahmens Investitionen für Personal (Lehrer), Lernmaterialien, Gebäude, Inventar etc. selbst tätigen.
Dadurch wird erreicht, daß jede Schule ihr eigenes Schulprofil entwickeln kann, um so in Konkurrenz mit anderen Schulen zu treten. Die Effizienz der Schule wird erhöht.
Dieses gilt ebenfalls für die Gestaltung der Stundenpläne unter Berücksichtigung von landeseinheitlichen Mindestanforderungen. Damit kann individueller auf die Schüler eingegangen werden. So soll nicht nur für die Schule unangenehme Angelegenheiten überlassen werden, sondern auch der jeweiligen Schule die Möglichkeit zur Selbstverwaltung gegeben werden

– mehr Chancengleichheit an Schulen!

Schulen müssen auf die Leistungsfähigkeit und -bereitschaft der Schüler differenziert eingehen. Das kann nicht innerhalb eines Klassenverbandes mit 30 Schülern und mehr erreicht werden. Die Klassenstärke darf nicht weiter angehoben werden. Nur in kleinen Klassen mit variablen Lernblöcken wird der Entfaltung individueller Fähigkeiten Rechnung getragen. Das gilt sowohl für lernstärkere als auch für lernschwächere Schüler. Wir verstehen Begabtenförderung nicht als Gegensatz zur Breitenförderung.

– Das Gymnasium. Garant für Allgemeinbildung und Hochschulreife!

Das Abitur muß als zentrale Hochschulzugangsberechtigung verläßliche Aussagen über Wissen und Können von Schülern machen. Die Vergleichbarkeit des Abiturs muß wieder eine meßbare Größe werden.
Um dies zu erreichen, fordern wir eine Zweitkorrektur durch von der jeweiligen Schule unabhängige Personen.
Dieses gewährleistet eher einen gleichen Leistungsstandard als bei dem alten System, da bislang die Erstnote des Kollegen durch den Zweitkorrektor quasi „oft nur abgehakt wurde“. Dafür lohnt es sich auch einen erhöhten Bürokratieaufwand in Kauf zu nehmen.

– Schulwahl. Kein Abitur zum „Billigpreis“!

Der Anteil der Gymnasiasten steigt mehr und mehr, während die Hauptschulen dadurch ausblutet. Dabei sinkt auf allen Schultypen das Leistungsniveau kontinuierlich.
Dem Schüler ist nicht gedient, wenn er durch falsch angedachte Elternliebe in eine Schulklasse zu hohen Niveaus eingestuft wird. Deshalb fordern wir Aufnahmeprüfungen für die weiterführende Schule, sofern die Eltern abweichend von der Empfehlung der Grundschule eine „höhere“ Wahl treffen wollen.

– Verkürzung der Schulzeit. Effizienteres Lernen!

Wir fordern das Abitur nach 12 Schuljahren! Unsere Schüler sollen viel lernen, aber nicht viel zu lange. Sie sollen nicht weniger lernen, sie sollen anders lernen. Eine Reform der Bildungsinhalte und flexiblere Angebote zur individuellen machen eine Verkürzung der Schulzeit ohne Verlust von Bildungsqualität möglich.

– Mehr Praxis im Informatikunterricht!

Es kann vorkommen, dass jemand 3 Jahre Informatik hat und immer noch nicht die einfach Dinge weiß, wie man z.B. einen Drucker installiert, aber dafür wie man z.B. ein Programm schreibt. Es ist aber wichtiger, erstmal die Grundkenntnisse zu bekommen!!!

Feststellung:

Die Gesamtschule. Das Lieblingskind der SPD!

Wir sehen das Modell der Gesamtschule als gescheitert an! Wir lehnen daher die Gründung neuer Integrierter Gesamtschulen oder die Umwandlung bestehender Schulen in Gesamtschulen ab und sehen in einem differenzierten, gegliederten Schulwesen das beste Bildungsangebot.
Wir fordern, die Gesamtschulen auf die Erfüllung ihres Bildungsauftrages und auf ihre gleichwertige Benotung hin zu überprüfen

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