Fleischliche Vielfalt für den Freistaat

(Beschluss vom 27. März 2014)

Die Jungen Liberalen Miltenberg sind damit unzufrieden, dass im Freistaate Bayern eine große Unkenntnis über fleischliche Spezialitäten anderer Bundesländer herrscht. Gerade Grenzmetropolen wie Miltenberg und Aschaffenburg sind unmittelbar betroffen. Das wollen wir ändern!

 

Die Jungen Liberalen Miltenberg möchten, dass Bayern eine Heimat für alle JuLis wird. Langfristig streben wir deshalb eine undiplomatische und hinterlistige Gangart der Mitgliederabwerbung gegenüber den anderen Landesverbänden an.

 

Im Zuge dessen erhalten Presssack und Schwartenmagen (gesprochen: Schwodemoooche) einen kulinarischen Ehrenstatus im Kreisverband Miltenberg. Aber auch preusische Fleischspezialitäten wie der „Mettigel“ sind als Alternative willkommen. Gemüse und insbesondere Blattsalate sind davon ausgeschlossen.

Sexismus ist keine Einbahnstraße

(Beschluss vom 27. März 2014)

Die Jungen Liberalen Miltenberg sind sich darüber im Klaren, dass Sexismus gegenüber Frauen, im Alltag und im Beruf, ein enormes Problem darstellt und verurteilen dies als unwürdiges Verhalten innerhalb einer aufgeklärten Gesellschaft.

Weiterhin sind sich die Jungen Liberalen Miltenberg darüber bewusst, dass auch Männer regelmäßig Opfer von Sexismus werden und lehnen ein pauschales Feindbild in dieser Sache ab.

 

Gendern

Das sogenannte „Gendern“ erkennen die JuLis Miltenberg als möglichen Lösungsansatz an. Eine dahingehende Regelung lehnen wir jedoch in jeder Form ab – denn „Gendern“ ist eine Willenssache. Aus diesem Grund messen wir staatlichen Institutionen, Verbänden, Unternehmen sowie Bildungseinrichtungen und der Gesellschaft ein entsprechendes Feingefühl und die passende Kompetenz zu.

Das generische Maskulinum als geschlechtsneutrales Element der Germanistik ist nach Auffassung der JuLis Miltenberg auf keinen Fall als sexistisch zu betrachten.

 

Quote

Die JuLis Miltenberg bedauern, dass Teile von Wirtschaft und Gesellschaft das Gebot des Gleichheitssatzes laut Art. 3 Abs. 2 des deutschen Grundgesetzes nicht umsetzen oder umsetzen können. Eine dahingehende Regelung – vor allem in Form einer Quote – erachten wir als kontraproduktiv, pädagogisch nicht notwendig und lehnen auch diese in jeder Form ab.

Miltenberg: Eine Frischzellenkur

(Beschluss vom 27. März 2014)

Wahlprogramm der JuLis Miltenberg zur Kommunalwahl 2014

Die Jungen Liberalen Miltenberg verfolgen mit größter Sorge, wie der Landkreis Miltenberg für Jugendliche und junge Erwachsene zunehmend unattraktiver wird. Unsere kommunalen Behörden sind oft unempfänglich für die Bedürfnisse von jungen Menschen — doch auch wir leben hier. Um einer Abwanderung entgegenzuwirken fordern wir alle kommunalen Amtsträger und die Bevölkerung auf, sich dringend mit den Kernthemen des jungen Lebens im Landkreis zu befassen.

 

Sichere Arbeitsplätze

In Deutschland fehlen Fachkräfte. Die duale Berufsausbildung ist ein Erfolgsmodell der Deutschen. Dennoch ist sie für viele Schulabsolventen im Landkreis Miltenberg keine Option, da eine Übernahme, trotz stabiler Wirtschaftslage, oft nicht in Aussicht gestellt werden kann. Wir rufen Landrat und Kreistag mit Nachdruck dazu auf, eine entgegenwirkende Grundlage in der Beziehung zwischen Arbeitgebern und Auszubildenden zu schaffen.

 

Sicherer Heimweg

Dass sich die Stadt Aschaffenburg zum Nabel des Nachtlebens am bayerischen Untermain entwickelt hat, ist für den Kreis Miltenberg ein großes Versäumnis. Es ist dennoch wichtig, die Nutzung des dafür benötigten öffentlichen Nahverkehrs sicher zu gestalten. Auf Wunsch der Bürger, sowie des Bus- und Bahnpersonals soll der Landkreis Miltenberg ohne bürokratische Hürden Sicherheitspersonal beordern können, das zu angegebener Zeit und am gewünschten Ort Stellung bezieht.

 

Schnells Internet

Der Breitbandausbau im Landkreis Miltenberg stagniert. Die digitale Vernetzung ist im heutigen Zeitalter ein Grundbedürfnis der Bevölkerung, dem Gehör geschenkt werden muss. Die kommunalen Amtsträger sind dazu aufgerufen, die dafür nötigen Finanzmittel klug zu gebrauchen, die Höhe derer gegebenenfalls zu überdenken.

 

Keine Videoüberwachung

Die Jungen Liberalen Miltenberg lehnen weiterhin jede Form der ungerechtfertigten Videoüberwachung ab. Das sichere Umfeld in Miltenberg gibt hierzu wenig Anlass. Den Einsatz von Videokameras an Schulen bedauern wir besonders und fordern alle Schulverwaltungen auf, die Notwendigkeit dieses Mittels erneut auf den Prüfstand zu stellen.

 

Infrastruktur in Miltenberg

Verglichen mit den Fahrzeiten anderer Regionen ist Miltenberg im Rückstand. Gerade am Wochenende ist die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs durch einen 120 Minuten-Takt sehr unattraktiv. Wir fordern vom Landkreis einen verstärkten Anreiz für die Verkehrsunternehmen, damit den Bürgern – auch außerhalb von Großveranstaltungen wie der Michaelis-Messe – eine Transportmöglichkeit geboten wird.

 

Politische Partizipation

In Miltenberg gibt es absolut keine Möglichkeit, sich außerhalb von Parteistrukturen für ein Belangen einzusetzen. Das kann so nicht bleiben. Unsere Heimat soll eine Heimat der Jugend, der Bürger, der politischen Partizipation sein. Wir fordern ein absolutes Mitbestimmungsrecht für Angelegenheiten, die den Bürger im Landkreis unmittelbar betreffen.

Freiheit – Gleichheit – Gastfreundlichkeit: europaweiter Verbraucherschutz

(Beschluss vom 27. März 2013)

Die Jungen Liberalen Miltenberg fordern ein offizielles und einheitlich genormtes
Kategorisierungssystem für Hotels in Mitgliedsländern der EU. Dieses soll durch den europäischen Dachverband des Hotelgewerbes „Hotrec“ erstellt werden. Weiterhin wird gefordert, dass eine daraus resultierende Hotelklassifikation – nach deutschem Beispiel – freiwillig bleibt, wenn diese mit Kosten für das betreffende Hotel verbunden ist. Die Bewertung soll drei Jahre gültig sein und in der Hand inländischer Verbände liegen.

Risikogruppenbestimmung – ohne Diskriminierung und Generalisierung

(Beschluss vom 23. Juni 2012)

Die Jungen Liberalen Miltenberg fordern die Tolerierung homo- und bisexueller Männer als Blutspender. Die Prozedur der Blutspende für diese Gruppierung sollte jedoch aufgrund des statistisch belegbar hohen Risikos in jedem Fall differenziert ablaufen. Weiterhin fordern wir die größtmögliche Sicherheit für alle Blutspenden, deshalb sollen alle Blut- und Plasmaspender nach ihren Sexualgewohnheiten und ihrem individuellen Risikoverhalten befragt werden. Dadurch werden alle potentiellen Blutspender – unabhängig des Geschlechts und der sexuellen Orientierung – bei erhöhtem Risiko entsprechend behandelt – gegebenenfalls auch durch Ausschluss. Was allerdings auch als völlig ausreichend zur Beseitigung des potentiellen Risikos durch die Blutspende homo- und bisexueller Männer ist, ist eine Wartezeit zur Überbrückung des Zeitfensters, in dem der HI-Virus nicht nachgewiesen werden kann. Ein fixes Zeitfenster fünf Monaten scheint hierbei angemessen und ist medizinisch zu rechtfertigen.

Urlaub: Im Sinne der Bildung

(Beschluss vom 23. Juni 2012)

Die Jungen Liberalen Unterfranken fordern die bayrische Landesregierung dazu auf, sich mit der Einführung eines bayrischen Bildungsurlaubsgesetzes auseinanderzusetzen. Die Ausformulierung des entsprechenden Gesetztes sollte die verschiedenen Arten der Weiterbildung (allgemeine, politische, gewerkschaftliche sowie berufliche) gleichsetzen und sich am Übereinkommen Nr. 140 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) orientierten.

Verbesserung der Bedingungen für die Frau in der Gesellschaft

(Beschluss vom 29. Dezember 2004)

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch die Einrichtung von mehr Kindertagsstätten ermöglichen

Die Jungen Liberalen Miltenberg fordern, dass verstärkt Kindertagesstätten für Kinder unter drei Jahren einzurichten sind, um Müttern von relativ jungen Kindern leichter zu ermöglichen, wieder in das Berufsleben einzusteigen, falls sie Interesse daran zeigen.
Im schnelllebigen heutigen Berufsleben kommt es in vielen Fällen darauf an, nicht den Anschluss an neue Entwicklungen in einer speziellen Berufssparte zu verlieren. Um Frauen den Wiedereinstieg zu erleichtern, müssen Betreuungseinrichtungen auch für relativ junge Kinder geschaffen werden.
Deutschland hat im europäischen Vergleich hier starken Nachholbedarf und sollte aufgrund des Mangels an Kindern und der damit verbundenen demographischen Schieflage und zu erwartenden Überalterung der Gesellschaft vor allem im Hinblick auf die Probleme, die sich für die sozialen Sicherungssysteme ergeben, darauf achten, eine kinderfreundlichere Gesellschaft anzustreben.

Firmenkindergärten

Darüber hinaus ist die Einrichtung von Firmenkindergärten für die Kinder der Angestellten und Arbeiter der jeweiligen Firma eine weitere Möglichkeit, Kinder von Berufstätigen zu betreuen und gleichzeitig die Identifikation mit der Firma zu stärken und damit das Klima zu verbessern

Erleichterung des beruflichen Wiedereinstiegs von Frauen nach der sogenannten „Baby- Pause“

Die Jungen Liberalen Miltenberg fordern die in Deutschland ansässigen Arbeitgeber dazu auf, bei ihrer Personalpolitik umzudenken.
Das seit jeher angebrachte Argument, es sei schwierig, Eltern nach einer „Baby – Pause“ wieder einzustellen, weil ihnen Berufserfahrung, Routine und vor allem mögliche wichtige Weiterbildungsmaßnahmen fehlen sind zwar verständlich, dürfen aber aufgrund der Probleme mit dem Mangel an Kindern in der Gesellschaft nicht hinderlich für einen Wiedereinstieg ins Berufsleben sein.
Die Unternehmen mit Gesetzen in diesem Falle zu reglementieren wäre der falsche Weg, viel mehr muss ein wirkliches Umdenken bei Arbeitgebern und Personalleitern stattfinden.
Weiterbildungsmaßnahmen bei engagierten Eltern, die den Weg ins Berufsleben zurückfinden wollen, sind zu fördern.